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Montag, 6. Oktober 2014

Was ein Ratenkredit kostet


Ein Ratenkredit hat wie fast jede Form der Finanzierung mehrere Kostenbestandteile. Die gesamte während der Kreditlaufzeit vom Kreditnehmer zurückzuzahlende Summe ist in dem Kreditvertrag ausgewiesen. Diese ergibt, geteilt durch die Anzahl der regelmäßigen Kreditraten, die Kreditrate. Meist wird ein monatlicher Turnus vereinbart. Die Kreditrate enthält einen Tilgungsanteil, der die bestehende Restschuld sukzessive während der Kreditlaufzeit reduziert, und die Finanzierungskosten. Dies sind insbesondere die Kreditzinsen. Bei Ratenkrediten ist es üblich, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit von vorn herein fest vereinbart wird. Meistens sind längere Laufzeiten von beispielsweise 60 oder 72 Monaten etwas teurer als kurze Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Dennoch kann eine längere Kreditlaufzeit mitunter angeraten sein, um die monatliche Belastung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets des Kreditnehmers zu halten.

Neben den Kreditzinsen ist eine Kreditbearbeitungsgebühr ein recht häufig anzutreffender Kostenbestandteil bei Ratenkrediten. Sie ist einmalig bei der Vergabe des Kredites fällig und beläuft sich auf ein bis drei Prozent der Kreditsumme. Sie verteuert den Kredit nicht zwangsläufig, da sie bereits im effektiven Jahreszins, den alle Kreditinstitute anzugeben verpflichtet sind, enthalten ist. Allerdings wird sie nicht, auch nicht teilweise, erstattet, falls der Ratenkredit vom Kreditnehmer vorzeitig zurückgezahlt wird.

Nicht im effektiven Jahreszins enthalten sind hingegen die Prämien für eine Restschuldversicherung, es sei denn eine solche wird seitens des Kreditinstituts zur Auflage für die Kreditgewährung gemacht. Restschuldversicherungen sollen die vertragsgemäße Bedienung des Kredites im Falle des Todes des Kreditnehmers sicherstellen, bisweilen auch das Risiko längerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit abdecken. Zu bedenken ist, dass die Kosten dieser Versicherungen nicht unerheblich sind. Die Prämien übersteigen die Beiträge einer Risikolebensversicherung, wie sie häufig in Zusammenhang mit einer Baufinanzierung eingesetzt wird, deutlich. Dies führt mitunter in der Praxis sogar dazu, dass die Kosten des Ratenkredites insgesamt die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites übersteigen und beispielsweise eine Umschuldung zum Zwecke der Reduzierung der Zinsbelastung nicht mehr möglich ist.

Dienstag, 22. Juli 2014

Kredite richtig tilgen


Für Kredite gibt es zahlreiche Tilgungsvarianten, die zwischen Kreditinstitut und Kreditnehmer vereinbart werden können. Die für den Kunden bequemste Möglichkeit besteht darin, dass er nach eigenem Ermessen tilgen kann. Nach eigenem Ermessen tilgen zu können, hat den unmittelbaren Vorteil im Vergleich zu einer planmäßig zu erbringenden Tilgungsleistung, dass die Flexibilität für den Kreditnehmer ungleich höher ist. Bei planmäßigen Tilgungsvarianten, die den Regelfall bei einem Ratenkredit darstellen, ist turnusmäßig zu dem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt (meist monatlich) eine Kreditrate bzw. Leistungsrate fällig. Diese enthält einen Tilgungsanteil und einen Zinsanteil. Während der Zinsanteil das Entgelt für die Nutzung des Kredites darstellt, stellt der Tilgungsanteil sicher, dass der Kredit innerhalb der zwischen Kreditinstitut und Kunde vereinbarten Laufzeit zurückgeführt wird. Der Kunde braucht sich in diesem Fall also nicht eigenständig um eine Rückführung des Kredites zu kümmern, was den Vorteil einer festen Kalkulationsbasis mit sich bringt.

Während bei einer Baufinanzierung generell feste Tilgungssätze vereinbart werden, kommt bei Ratenkrediten unter Umständen eine variable Tilgung in Betracht. Bei einer Tilgungsvereinbarung, die dem Kunden das Recht einräumt, nach eigenem Ermessen Tilgungen vorzunehmen, muss der Kreditnehmer selbstständig dafür Sorge tragen, dass der Kredit zurückgeführt wird. Dies setzt ein gewisses Maß an finanzieller Disziplin voraus, aus Sicht der Bank oder Sparkasse jedoch eine gewisse Bonität des Kunden. Entsprechend wird bei variabel gestalteten Tilgungsvereinbarungen oftmals auch der späteste Rückführungstermin vereinbart. Der Kunde kann hierbei innerhalb eines festgesetzten Zeitraums Tilgungen zusätzlich zu den regelmäßig fälligen Zinsen leisten, hat aber selbstständig dafür Sorge zu tragen, dass die ausstehende Restschuld zu dem vereinbarten Zeitpunkt vollständig getilgt ist. Je früher die Rückführung erfolgt, desto günstiger stellt sich der Kredit im Ergebnis aufgrund der ersparten Zinsen für den Kunden dar. Bei dem derzeitigen extrem niedrigen Zinsniveau ist jedoch zu bedenken, dass die ersparten Zinsen entsprechend gering ausfallen. Eine etwas höhere planmäßige Tilgungsleistung hat in diesem Umfeld einen deutlichen Effekt. Besonders bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital sollte dies bedacht werden.

Mittwoch, 12. März 2014

Zinsen und andere Finanzierungskosten lassen sich senken


Die Finanzierungskosten, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs wie Kontoführungsgebühren machen in vielen Haushalten, privaten wie auch öffentlichen, und Betrieben einen wesentlichen Teil des Budgets aus bzw. verzehren einen nicht unerheblichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Finanzierungskosten eine steigende Tendenz aufweisen aufgrund zunehmender Höhe der Verbindlichkeiten und/oder ansteigenden Zinsen aufgrund einer allgemeinen Zinserhöhung oder einer Verschlechterung der Bonität, wird es mitunter eng.

Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich dadurch manifestiert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem verfügbaren Einkommen bzw. aus den Umsatzerlösen erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzen geboten. Für Privatkunden bietet sich grundsätzlich eine Umschuldung teurer Kredite an, beispielsweise durch Zusammenfassung bestehender Kredite in einen neuen, günstigeren Ratenkredit.

Bei Unternehmen ist eine Konsolidierung differenzierter zu betrachten und setzt eine Ursachenanalyse der gestiegenen Kosten für die Finanzierung des Betriebes voraus. Beispielsweise tritt recht häufig bei einer Existenzgründung, die hinsichtlich der Erstellung und Umsetzung des Business Plans nicht durch eine Unternehmensberatung begleitet wurde, die Diagnose auf, dass Investitionsvorhaben nicht planmäßig mittel- bis langfristig, sondern durch Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites finanziert wurden. Hierdurch wurde der Grundstein gelegt für eine spätere finanzielle Schieflage des Unternehmens, sofern die angestrebten Umsatzziele nicht erreicht wurden und weiterer Finanzierungsbedarf durch noch teurere Kredite in Form von Lieferantenkrediten und Verzicht auf Skonto gedeckt werden musste.

Mittwoch, 10. April 2013

Sonderzahlungen prüfen




Sonderzahlungen, die beim Leasing häufig zum Einsatz gelangen, reduzieren die monatliche Belastung. Anders als Sondertilgungen bei einem Kredit sind Leasing-Sonderzahlungen jedoch nur zu Vertragsbeginn möglich. Mitunter liegen sie im Interesse des Leasingnehmers, teilweise werden sie auch von der finanzierenden Leasinggesellschaft zur Auflage gemacht. Bei einer Autofinanzierung wird häufig der Gebrauchtwagen Zug um Zug mit der Neuwagenfinanzierung an den Händler verkauft. Der Erlös kann bei einer Finanzierung über einen Ratenkredit als Eigenkapital eingesetzt werden oder bei Abschluss eines Leasingvertrages für den Neuwagen als Sonderzahlung eingebracht werden. In beiden Fällen sinkt der zu finanzierende Betrag; im Gegensatz zu einer reinen Fremdfinanzierung, wie sie in der Praxis häufig bei einer Baufinanzierung ohneEigenkapital anzutreffen ist, handelt es sich in beiden Fällen um eine Mischfinanzierung.
Nicht unproblematisch wird es jedoch, wenn eine Sonderzahlung zur Senkung des Risikos von Seiten der Leasinggesellschaft gefordert wird, der entsprechende Betrag jedoch nicht vom Kunden aus eigenen Mitteln aufgebracht werden kann, sondern fremdfinanziert werden muss. Dies kann durch Inanspruchnahme des in der Regel teuren Dispositionskredites oder durch einen gesonderten Kredit erfolgen.
In beiden Fällen ist offensichtlich, dass die Tragfähigkeit der Finanzierung sehr knapp kalkuliert ist. Die niedrige monatliche Belastung aus dem Leasingvertrag wird durch die Kreditraten bzw. die Zinsbelastung auf dem Girokonto in aller Regel überkompensiert, so dass sich diese Art der Mischfinanzierung grundsätzlich nur in Ausnahmefällen anbietet, etwa weil die Nutzung des Fahrzeugs oberste Priorität hat und günstigere Finanzierungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Darlehen und Ratenkredite

Ein Kredit auf Raten wird auch als Ratenkredit bezeichnet. Allerdings gibt es auch andere Formen von Krediten, bei denen die Tatbestandsmerkmale einer Finanzierung bzw. Kreditierung des Kaufpreises über einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt in Form von Zinsen über einen vereinbarten Zeitraum vorliegen. Niemand würde auf die Idee kommen, eine Baufinanzierung über einen Ratenkredit umzusetzen, obwohl die Modalitäten, die der jeweilige Kreditvertrag zum Inhalt hat, bei einem Darlehen und einem Ratenkredit in ihrer grundsätzlichen Ausprägung einander nicht unähnlich sind, auch, was den juristischen Hintergrund der zu treffenden Vereinbarungen betrifft. Insbesondere Darlehen für mittlere Laufzeiten sind in ihrer Ausgestaltung einem Ratenkredit sehr ähnlich. Sie sind allerdings in aller Regel mit günstigeren und damit für den Kunden vorteilhafteren Konditionen versehen, erfordern aber in der Praxis meist einen höheren zu finanzierenden Mindestbetrag sowie oftmals auch eine entsprechende Bonität des Kreditnehmers.


Demgegenüber ist ein Darlehen die klassische Form für die Bereitstellung mittel- bis langfristiger Finanzierungen durch Kreditinstitute. Die Laufzeit richtet sich im Einzelfall nach dem Verwendungszweck. Sie reicht von einem kurzfristigen Überbrückungskredit auf Darlehensbasis bis hin zu sehr langen Laufzeiten von über 40 Jahren für eine private Immobilienfinanzierung. Es stehen grundsätzlich mehrere Tilgungsmodalitäten zur Auswahl. In der Praxis dominiert als gängigste Form bei der Durchführung und Bereitstellung einer Finanzierung einer Immobilie das sogenannte Annuitätendarlehen. Die hierbei regelmäßig konstante Darlehensrate beinhaltet sowohl Zinsen als auch die Tilgungsleistung, wobei die Besonderheit darin liegt, dass innerhalb der konstanten Leistungsrate im Zeitablauf der Zinsanteil abnimmt und der Tilgungsanteil ansteigt. Dies kann man sich anhand eines Beispiels gut mit einem Baufinanzierungsrechner veranschaulichen.

Freitag, 14. September 2012

Eilige Kredite

Kredite, die eilig für den Kunden sind, bedeuten meist nichts Gutes. Zumindest ist in der Mehrheit der Fälle davon auszugehen, dass die Sorgfalt dahingehend leidet, den Geldbedarf mit einer möglichst günstigen Finanzierung zu decken. Bei Bagatellbeträgen für Impulskäufe mag es egal sein. Hierfür steht auch der in der Regel auf dem Gehaltskonto bestehende und meist unbegrenzt, d.h., zeitlich unbefristet zur Verfügung stehende Dispositionskredit als Option offen, die man in diesen Fällen nutzen kann, ohne schlaflose Nächte zu riskieren, weil man zu teuer eingekauft hat, in diesem Fall das Geld. Wenn der spontane Geldbedarf allerdings nicht mehr eine Bagatellgröße umfasst, sollte man sich zu einem unabhängigen Finanzdienstleister begeben, der in allen Varianten rund um die Finanzierung versiert ist und mit zahlreichen Banken zusammenarbeitet, um auf diesem Wege einen möglichst günstigen und flexiblen Ratenkredit zu bekommen, der die akuten Wünsche kostengünstig abdecken kann.


Verheerend ist es bei einer größeren Geldmange, die benötigt wird, beispielsweise einer terminlichen Anschlussfinanzierung, die dann abzuschließen ist, wenn die bisherige Zinsbindungsfrist einer Baufinanzierung ausgelaufen ist und entsprechend eine Verlängerung zu vereinbaren ist. Man sollte bedenken, dass Eilkredite tendenziell für uninformierte Kunden konzipiert sind, die das Procedere, wie ein Kredit gewährt wird, noch nicht verinnerlicht haben. Auch aus Gründen der Bequemlichkeit ist es sehr häufig von Vorteil, abgesehen von der Möglichkeit, kostenlos Zeit, Wege, Nerven und Zinsen zu sparen, dass man sich an einen unabhängigen Finanzdienstleister wendet, der mit zahlreichen Banken zusammenarbeitet, auch mit solchen, die beispielsweise eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital nicht grundsätzlich ausschließen.

Montag, 10. September 2012

Umschuldung oft überlegenswert

Wenn man einen Kredit beantragen möchte, aber bereits laufende finanzielle Verpflichtungen bei eben dieser oder einer anderen Bank hat, ergibt sich bisweilen die Überlegung, die bereits bestehenden Ratenvereinbarungen abzulösen und mit dem neuen Kredit zusammenzufassen. Das Ergebnis durch diese Maßnahme ist, dass man lediglich eine Ratenvereinbarung übrig behält und dementsprechend nur eine monatliche Kreditrate zu bedienen hat. Hierbei ist zunächst darauf zu achten, dass durch die Ablösung der bisherigen Kredite oder Teilzahlungsvereinbarungen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Dies ist in den zugrunde liegenden Verträgen geregelt. Im Zweifel sollte man dies jedoch von unabhängiger Seite, insbesondere einen qualifizierten unabhängigen Finanzdienstleister, überprüfen lassen, bevor man zur Tat schreitet und im Zuge der Abwicklung des geplanten Vorhabens böse Überraschungen in Form von höher als veranschlagt ausfallenden Ablösebeträgen erlebt. Auch ohne die Berechnung von Zusatzkosten, zu denen auch Vorfälligkeitsentschädigungen oder Aufhebungsentgelte zu rechnen sind, lohnt eine solche Umschuldung vornehmlich nur dann, wenn der Sollzinssatz nach der Maßnahme geringer ist als zuvor. Hierbei gilt es, den Effektivzins zur Beurteilung heranzuziehen, nicht den im Kreditvertrag angegebenen Nominalzinssatz. Der Unterschied ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn bei den abzulösenden Krediten seinerzeit bei Valutierung eine Bearbeitungsgebühr vereinnahmt und berechnet wurde. Diese ist zwar im Effektivzins enthalten, so dass es sich nicht um zusätzliche Kosten handelt wie beispielsweise bei der Berechnung von Bereitstellungszinsen, wie sie mitunter bei einer Baufinanzierung in Rechnung gestellt werden. Allerdings werden Bearbeitungsgebühren bei einem Ratenkredit, welcher vorzeitig abgelöst werden soll, grundsätzlich auch nicht erstattet.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Einnahmen und Ausgaben

Wer einen Ratenkredit beantragen möchte, sollte sich vorher ein Bild über seine monatlichen Einnahmen und Ausgaben machen. Diese stellen die Grundlage dafür dar, die vertretbare monatliche Belastung, die sich durch den Kredit ergibt, auszuloten. Zu den Einnahmen zählen hierbei das Nettoeinkommen, gegebenenfalls regelmäßige Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit (haupt- und nebenberuflich), Kindergeld, Unterhaltsleistungen und staatliche Transferleistungen, beispielsweise Renten oder Wohngeld (bzw. ein Lastenzuschuss für eine laufende Baufinanzierung). Bei den Ausgaben ist neben den Beträgen für Warmmiete bzw. Leistungsraten für Wohneigentum und den übrigen Fixkosten, zu denen auch Raten für bestehende finanzielle Verpflichtungen zählen, die Lebenshaltung zu berücksichtigen. Hier setzen manche Banken standardisierte Werte in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße an. Der sich so ergebende rechnerische Saldo stellt im Ergebnis den Spielraum dar, den man zur Verfügung für eine Kreditaufnahme hat.

Montag, 18. April 2011

Konditionen einer Baufinanzierung

Es kann in der Praxis für den Kunden etwas diffizil sein, die konkreten Konditionen für seine individuelle Baufinanzierung in Erfahrung zu bringen. Bisweilen erhalten Interessenten lediglich die sachdienliche Information, dass die Bedingungen für ein gegebenenfalls zu gewährendes Darlehen zur Immobilienfinanzierung individuell kalkuliert werden. Hierbei spielen Beleihungsrichtlinien eine wesentliche Rolle. Es kommt in erster Linie auf den Wert der Immobilie an und auf das geplante Eigenkapital des Antragstellers, das dieser für seine Immobilienfinanzierung einzusetzen gedenkt. Die persönliche Bonität des Antragstellers, also seine persönliche Kreditwürdigkeit, spielt natürlich auch eine Rolle. Im Hinblick auf die Besicherung durch die Immobilie sind weitere Kreditsicherheiten, anders als manchmal bei einem Ratenkredit für einen Neuwagen, nur selten ein Thema. Es kommt allerdings vor, dass Versicherungen von der finanzierenden Bank in einem Zug mit offeriert werden. Hier sollte man sich nicht zu einem vorschnellen Abschluss drängen lassen, sondern erst vergleichen. Wenn man in konkrete Verhandlungen über die Darlehenszinssätze unter Berücksichtigung der Objektgegebenheiten geht, ist es möglich, dass die offerierten Zinssätze bei mehreren Kreditinstituten nicht unerheblich voneinander abweichen. Dieses Szenario tritt auch bei einer Anschlussfinanzierung oftmals auf. Der Kunde sollte in diesem Fall das Angebot zur Verlängerung seiner Immobilienfinanzierung, das ihm seine Hausbank unterbreitet, als ersten Richtwert nehmen und sich im Folgenden auf die Suche nach möglichen günstigeren Alternativen begeben. Eine hierbei Zeit und Mühen sparende Anlaufstelle ist eine unabhängige Finanzberatung, die mit zahlreichen Kreditinstituten im Bereich der Finanzierungen zusammenarbeitet und somit ein möglichst großes Sparpotenzial ermitteln kann. Nicht abschrecken sollte man sic von vorn herein dadurch, dass bei einem Wechsel der finanzierenden Bank unter Umständen Nebenkosten, zum Beispiel mit der neu einzutragenden Grundschuld, entstehen können. Diese werden oftmals durch günstigere Darlehenszinsen für die Anschlussfinanzierung um ein Vielfaches überkompensiert.

Montag, 21. März 2011

Verschenktes Geld

Wofür braucht man eigentlich einen Dispo? Nur als finanziellen Puffer für den Ausnahmefall. Denn: Er ist teuer, sehr teuer sogar im Vergleich zu einem Ratenkredit. Ein Dispo wird meist durch das kontoführende Kreditinstitut formlos eingeräumt, wenn regelmäßige Einkünfte in einer gewissen Mindesthöhe auf dem Girokonto zu verzeichnen sind. Der Kunde muss neben einer ohnehin ausreichenden Bonität, die im Rahmen der Kontoeröffnung durch die zur Verfügung gestellten Unterlagen wie Selbstauskunft, Verdienstbescheinigungen und Einholung einer Schufa-Auskunft geprüft wird, zusätzlich den Nachweis erbringen, dass er sein Girokonto beanstandungsfrei führt. Grundsätzlich beträgt ein Dispositionskredit in etwa das Drei- bis Fünffache des monatlichen Nettoeinkommens, das als regelmäßiger Eingang auf dem Girokonto zu verzeichnen ist. Allerdings werden bestehende Kredite auf den Verschuldungsgrad des Kunden in der Regel teilweise oder vollständig angerechnet. Das Dispositionslimit auf dem Gehaltskonto wird also entsprechend reduziert. Was die Verwendung des Dispos angeht, so sollte diese, wie bereits angedeutet, nur in Notfällen erfolgen. Durch die Bequemlichkeit, sich nicht um eine günstigere Möglichkeit zur Finanzierung zu kümmern, verschenkt man ansonsten bares Geld.

Freitag, 18. März 2011

Versicherungen für Kredite

Eine Restschuldversicherung wird von Seiten der Banken und Sparkassen oftmals angeboten, um einen Ratenkredit abzusichern. Die Restschuldversicherung soll hierbei die noch nicht getilgte Kreditsumme im Falle des Ablebens des Kreditnehmers während der Laufzeit der Finanzierung in einer Summe als Versicherungsleistung erbringen. Zusätzlich ist mitunter auch in den Versicherungsbedingungen vorgesehen, dass die Versicherungsgesellschaft die vereinbarten Kreditraten bei längerer Krankheit und/oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers übernimmt. Während es im Zuge einer Baufinanzierung als uneingeschränkt empfehlenswert erscheint, die Risiken abzusichern, dass die Hinterbliebenen nach dem Tod des Haupt- oder Alleinverdieners die Immobilie nicht halten können, ist dies in Bezug auf einen Ratenkredit zu hinterfragen. Eine Restschuldversicherung stellt sich bei näherer Betrachtung häufig als zu teuer heraus. Jedoch sieht man es nicht auf den ersten Blick, da die Versicherungsprämien nicht zusammen mit den Finanzierungskosten in die Berechnung des Effektivzinses einbezogen werden. Eben aus diesem Grunde wird der Abschluss einer Restschuldversicherung, bisweilen auch Restkreditversicherung genannt, nur in den seltensten Fällen von Seiten der Kreditinstitute als formale Auflage für eine positive Kreditentscheidung gemacht. In diesem Fall müssten die Kosten der Versicherung eingerechnet werden. Bei einer Einbeziehung der Versicherungskosten in die gesamten Kreditkosten wäre ansonsten ein Effektiver Jahreszins in einer Größenordnung von (beispielsweise) rund 15% p.a. statt rund 8% p.a. auszuweisen. Als preisgünstigere Alternative bietet sich eine Risikolebensversicherung mit degressiv fallender Versicherungssumme an, die an die finanzierende Bank oder Sparkasse abgetreten wird.

Montag, 14. März 2011

Nicht zu viel zahlen

Seit einiger Zeit sind Privatkunden wieder zunehmend in den Blickpunkt des Interesses von Banken und Sparkassen geraten. Grund ist, dass die Margen im Privatkundengeschäft zwar nicht sehr hoch sind, dafür sind die Erträge jedoch vergleichsweise stabil.
Das Girokonto gilt hierbei gewissermaßen als Dreh- und Angelpunkt der gesamten Geschäftsverbindung. Während die reine Durchführung des unbaren Zahlungsverkehrs sich für die meisten Kreditinstitute als defizitär darstellt, ergeben sich über das Girokonto viele weitere Anknüpfungspunkte. Entsprechend sind viele Banken dazu übergegangen, kostenlose Girokonten anzubieten.
Man sollte im Einzelfall jedoch prüfen, ob ein Girokonto tatsächlich kostenlos ist. Neben einer monatlichen Grundgebühr, die zunehmend seltener erhoben wird, fallen mitunter weitere Kosten durch Entgelte für Buchungsposten oder Daueraufträge (Einrichtung, Änderung, Löschung) an. Auch eine EC-Karte ist nicht automatisch kostenlos. Umgekehrt kann, zumindest für einen Karenzzeitraum, im Paket auch eine kostenlose Kreditkarte bereits enthalten sein.
Neben den reinen Kontokosten ist es zudem empfehlenswert, auch die Kosten einer möglichen Inanspruchnahme des Dispositionskredites zu betrachten (Höhe der Sollzinsen, ausgedrückt im Effektiven Jahreszins). Meistens sind Dispos jedoch alles andere als günstige Kredite im Vergleich zu einem Ratenkredit. Manche Banken und Sparkassen gewähren überdies auch auf Girokonten Guthabenzinsen. Dieser Aspekt kann somit bei einem Vergleich der einzelnen Anbieter auch von Interesse sein.

Mittwoch, 2. März 2011

Kreditsicherheiten

Kreditsicherheiten werden zwischen Kreditinstitut und Kunde vereinbart bzw. von der jeweiligen Bank oder Sparkasse als Voraussetzung für die Bereitstellung einer Finanzierung verlangt, wenn die Volumina bestimmte Relationen zum regelmäßigen Einkommen des Kreditnehmers übersteigen. Hierdurch sollen Kreditausfälle vermieden werden, falls die vereinbarungsgemäße Rückführung während der Dauer der Finanzierung nicht mehr sichergestellt ist.
Bei einem Ratenkredit ist es nicht unüblich, dass dieser auf Blankobasis vergeben wird, also ohne explizite Kreditsicherheiten, weil das maßgebliche Kriterium für die Kreditvergabe darin besteht, dass das regelmäßige Einkommen mit einem hinreichenden Puffer dafür ausreicht, bestehende Finanzierungen und den beantragten Kredit innerhalb einer als vertretbar anzusehenden Laufzeit zu tilgen. Im Unterschied dazu ist bei einer Baufinanzierung die Besicherung der Darlehen durch Pfandunterstellung der finanzierten Immobilie generell Standard.
Üblicherweise spielen Kreditsicherheiten im Privatkundenkreditgeschäft vergleichsweise selten eine Rolle, wenn man absieht von einer Baufinanzierung, einer Immobilienfinanzierung oder einem höheren Ratenkredit, beispielsweise zur Finanzierung eines Neuwagens. Bezogen auf Kredite an Geschäftskunden, also Unternehmen und Selbstständige, steht die Frage von Kreditsicherheiten hingegen permanent im Raum. Auf diesen Aspekt sollten sich junge Unternehmen, die sich noch in der Phase der Existenzgründung befinden, hinreichend für die Kreditverhandlungen vorbereiten. Eine in Finanzierungsfragen versierte Unternehmensberatung ist in diesen Fällen eine geeignete Anlaufstelle.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Günstigere Zinssätze in Anspruch nehmen

Eine Reduzierung der Zinsbelastung lässt sich häufig dadurch erreichen, dass ein Ratenkredit abgelöst und durch eine andere Bank umgeschuldet wird. Sofern hiermit keine Verlängerung der ursprünglichen Kreditlaufzeit verbunden ist, die auf eine verminderte Tilgungsfähigkeit des Kunden schließen lassen könnte, ist an einer solchen Maßnahme nichts Ehrenrühriges. Vielmehr sind zum Teil nicht unerhebliche Reduzierungen der monatlichen Belastung darstellbar, selbst wenn das abzulösende Kreditinstitut eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt.
Auch bei einer Immobilienfinanzierung bzw. Baufinanzierung verbirgt sich oftmals ein erhebliches Sparpotenzial hinsichtlich der Finanzierungskosten. Dieses sollte bei jeder anstehenden Prolongation nach Auslaufen der getroffenen Festzinsvereinbarung durch einen umfassenden Konditionsvergleich ermittelt und realisiert werden. Gute Anlaufstellen sind unabhängige Finanzberater, die mit zahlreichen Kreditinstituten zusammenarbeiten.

Dienstag, 25. Januar 2011

Kredite günstiger absichern

Eine Restschuldversicherung wird von Seiten der Banken und Sparkassen oftmals angeboten, um Kredite abzusichern. Die Restschuldversicherung soll hierbei die noch nicht getilgte Kreditsumme im Falle des Ablebens des Kreditnehmers während der Laufzeit der Finanzierung in einer Summe als Versicherungsleistung erbringen. Zusätzlich ist mitunter auch in den Versicherungsbedingungen vorgesehen, dass die Versicherungsgesellschaft die vereinbarten Kreditraten bei längerer Krankheit und/oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers übernimmt.
Während es im Zuge einer Baufinanzierung als uneingeschränkt empfehlenswert erscheint, die Risiken, die darin bestehen, dass die Hinterbliebenen nach dem Tod des Alleinverdieners die Immobilie finanziell nicht halten können, ist dies in Bezug auf einen Ratenkredit zu hinterfragen. Eine Restschuldversicherung wird häufig als zu teuer angesehen. Erschwert wird dieser Vergleich dadurch, dass die Versicherungsprämien nicht zusammen mit den Finanzierungskosten in die Berechnung des Effektiven Jahreszinses einzubeziehen sind. Eben aus diesem Grunde wird der Abschluss einer Restschuldversicherung, bisweilen auch Restkreditversicherung genannt, nur in den seltensten Fällen von Seiten der Kreditinstitute als formale Auflage für eine positive Kreditentscheidung gemacht. Bei einer Einbeziehung der Versicherungskosten in die gesamten Kreditkosten wäre ansonsten ein Effektiver Jahreszins in einer Größenordnung von beispielsweise rund 15% p.a. statt rund 8% p.a. auszuweisen.
Als preisgünstigere Alternative steht für angehende Kreditnehmer eine klassische Risikolebensversicherung mit degressiv fallender Versicherungssumme zur Verfügung, die idealerweise nach Durchführung eines Preis-Leistungs-Vergleiches abgeschlossen und an die finanzierende Bank oder Sparkasse abgetreten wird.

Dienstag, 21. September 2010

Beim Dispo sparen!

Man spart bei dem Dispositionskredit auf seinem Gehaltskonto dadurch, dass man ihn nicht in Anspruch nimmt. Wer sein Girokonto dauerhaft im Soll führt, zahlt einen sehr hohen Preis. Es hat sich in der Bankenlandschaft eingebürgert, dass die Zinssätze für Dispositionskredite zweistellig sind. Der Dispo ist somit eine sehr teure Form der Finanzierung. Spätestens, wenn das Konto durch den monatlichen Gehaltseingang kaum mehr ausgeglichen werden kann, sollte eine Umschuldung in einen Ratenkredit in Erwägung gezogen werden. Die Ablösung durch eine andere Bank, die einen Kredit zu günstigeren Konditionen als die Hausbank anbietet, spart zusätzliches Geld und ist in der Praxis völlig unproblematisch umzusetzen.

Montag, 23. August 2010

Ratenaussetzungen

Ratenaussetzungen sind bei einem bestehenden Kredit im Falle finanzieller Engpässe eine Möglichkeit, um Zahlungsrückständen entgegenzuwirken. Wenn der Engpass kurzfristiger Natur ist, ist dies grundsätzlich die günstigere Variante im Vergleich zu der Alternative, die Kreditraten auf dem Girokonto durch Inanspruchnahme des Dispos auflaufen zu lassen. Manche Kreditinstitute sehen in ihren Vertragsbedingungen für Ratenkredite von vorn herein die mögliche Inanspruchnahme von Ratenaussetzungen durch den Kunden vor. In der Regel muss eine Ratenaussetzung jedoch bei der finanzierenden Bank oder Sparkasse beantragt werden und entsprechend von dieser genehmigt werden. Allerdings muss beachtet werden, dass eine Laufzeitverlängerung durch eine Ratenaussetzung die Zinsbelastung insgesamt erhöht und die Schulden während der beanspruchten Ratenaussetzung weiterhin in der bestehenden Höhe verzinst werden, da keine Tilgung erfolgt.

Montag, 16. August 2010

Merkmale von Ratenkrediten

Ratenkredite gehören zum Standardgeschäft nahezu aller Banken und Sparkassen. Die Auswahl an möglichen Angeboten ist entsprechend groß. Das entscheidende Merkmal für einen guten Ratenkredit ist ein niedriger Zinssatz. Je niedriger dieser ist, desto eher bietet es sich an, eine Festzinsvereinbarung zu treffen. Dieser Grundsatz gilt auch für eine Baufinanzierung. Die Bearbeitungsgebühr für den Kredit sollte im Vergleich möglichst niedrig sein. Sie ist zwar im Effektiven Jahreszins enthalten, wird aber bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Kredits grundsätzlich nicht erstattet. Ein weiteres Kriterium sind Sondertilgungen. Sofern es hierüber keine Regelungen im Kreditvertrag gibt, ist die Bank berechtigt, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu berechnen als Ausgleich für den entgangenen Zinsgewinn. Um für größere Anschaffungen eine gut vertretbare monatliche Belastung zu erhalten, sollten gegebenenfalls auch längere Laufzeiten für einen Kredit in Betracht gezogen werden.

Montag, 2. August 2010

Kreditgebühren

Wer sich für einen Ratenkredit interessiert, orientiert sich vornehmlich an den angebotenen Konditionen. Hierunter fällt nicht nur der Zinssatz, auch eine zu Beginn der Finanzierung erhobene Bearbeitungsgebühr spielt eine Rolle. Eine Bearbeitungsgebühr wird von nicht wenigen Kreditinstituten erhoben. Sie ist zu Beginn der Kreditlaufzeit fällig und wird meist auf den Darlehensbetrag aufgeschlagen und somit über die Laufzeit des Kredites zurückgezahlt. Allerdings wird sie im Falle einer vorzeitigen Rückzahlung des Kredites nicht zurückgezahlt. Wer einen für ihn grundsätzlich interessanten Kredit mit einer für ihn passenden Kreditlaufzeit gefunden hat, sollte parallel zu den Konditionen auch auf die Möglichkeit in den Vertragsbedingungen achten, inwieweit Sondertilgungen erlaubt sind, ohne dass hierfür Vorfälligkeitsentschädigungen berechnet werden.

Freitag, 7. Mai 2010

Kredite ohne Eigenkapital

Wer eine Schufa-Auskunft ohne Negativmerkmale vorweisen kann und über ein regelmäßiges Einkommen aus einem unbefristeten Arbeitsverhältnis verfügt, kann durchaus einen Kredit, dessen monatliche Belastung tragbar ist, auch ohne einen anteiligen Einsatz von Eigenkapital erhalten. Dies betrifft sowohl Ratenkredite als auch eine Baufinanzierung.