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Montag, 6. Oktober 2014

Was ein Ratenkredit kostet


Ein Ratenkredit hat wie fast jede Form der Finanzierung mehrere Kostenbestandteile. Die gesamte während der Kreditlaufzeit vom Kreditnehmer zurückzuzahlende Summe ist in dem Kreditvertrag ausgewiesen. Diese ergibt, geteilt durch die Anzahl der regelmäßigen Kreditraten, die Kreditrate. Meist wird ein monatlicher Turnus vereinbart. Die Kreditrate enthält einen Tilgungsanteil, der die bestehende Restschuld sukzessive während der Kreditlaufzeit reduziert, und die Finanzierungskosten. Dies sind insbesondere die Kreditzinsen. Bei Ratenkrediten ist es üblich, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit von vorn herein fest vereinbart wird. Meistens sind längere Laufzeiten von beispielsweise 60 oder 72 Monaten etwas teurer als kurze Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Dennoch kann eine längere Kreditlaufzeit mitunter angeraten sein, um die monatliche Belastung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets des Kreditnehmers zu halten.

Neben den Kreditzinsen ist eine Kreditbearbeitungsgebühr ein recht häufig anzutreffender Kostenbestandteil bei Ratenkrediten. Sie ist einmalig bei der Vergabe des Kredites fällig und beläuft sich auf ein bis drei Prozent der Kreditsumme. Sie verteuert den Kredit nicht zwangsläufig, da sie bereits im effektiven Jahreszins, den alle Kreditinstitute anzugeben verpflichtet sind, enthalten ist. Allerdings wird sie nicht, auch nicht teilweise, erstattet, falls der Ratenkredit vom Kreditnehmer vorzeitig zurückgezahlt wird.

Nicht im effektiven Jahreszins enthalten sind hingegen die Prämien für eine Restschuldversicherung, es sei denn eine solche wird seitens des Kreditinstituts zur Auflage für die Kreditgewährung gemacht. Restschuldversicherungen sollen die vertragsgemäße Bedienung des Kredites im Falle des Todes des Kreditnehmers sicherstellen, bisweilen auch das Risiko längerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit abdecken. Zu bedenken ist, dass die Kosten dieser Versicherungen nicht unerheblich sind. Die Prämien übersteigen die Beiträge einer Risikolebensversicherung, wie sie häufig in Zusammenhang mit einer Baufinanzierung eingesetzt wird, deutlich. Dies führt mitunter in der Praxis sogar dazu, dass die Kosten des Ratenkredites insgesamt die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites übersteigen und beispielsweise eine Umschuldung zum Zwecke der Reduzierung der Zinsbelastung nicht mehr möglich ist.

Mittwoch, 12. März 2014

Zinsen und andere Finanzierungskosten lassen sich senken


Die Finanzierungskosten, bestehend aus Zinsen, Bearbeitungsgebühren für Kredite und Nebenkosten des Geldverkehrs wie Kontoführungsgebühren machen in vielen Haushalten, privaten wie auch öffentlichen, und Betrieben einen wesentlichen Teil des Budgets aus bzw. verzehren einen nicht unerheblichen Teil des Rohgewinns. Sofern die gesamten Finanzierungskosten eine steigende Tendenz aufweisen aufgrund zunehmender Höhe der Verbindlichkeiten und/oder ansteigenden Zinsen aufgrund einer allgemeinen Zinserhöhung oder einer Verschlechterung der Bonität, wird es mitunter eng.

Um einer Überschuldung entgegenzuwirken, die sich dadurch manifestiert, dass der Kapitaldienst nicht oder nicht mehr vollständig aus dem verfügbaren Einkommen bzw. aus den Umsatzerlösen erbracht werden kann, ist eine rechtzeitige Einleitung einer Konsolidierung der Finanzen geboten. Für Privatkunden bietet sich grundsätzlich eine Umschuldung teurer Kredite an, beispielsweise durch Zusammenfassung bestehender Kredite in einen neuen, günstigeren Ratenkredit.

Bei Unternehmen ist eine Konsolidierung differenzierter zu betrachten und setzt eine Ursachenanalyse der gestiegenen Kosten für die Finanzierung des Betriebes voraus. Beispielsweise tritt recht häufig bei einer Existenzgründung, die hinsichtlich der Erstellung und Umsetzung des Business Plans nicht durch eine Unternehmensberatung begleitet wurde, die Diagnose auf, dass Investitionsvorhaben nicht planmäßig mittel- bis langfristig, sondern durch Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites finanziert wurden. Hierdurch wurde der Grundstein gelegt für eine spätere finanzielle Schieflage des Unternehmens, sofern die angestrebten Umsatzziele nicht erreicht wurden und weiterer Finanzierungsbedarf durch noch teurere Kredite in Form von Lieferantenkrediten und Verzicht auf Skonto gedeckt werden musste.

Mittwoch, 10. April 2013

Sonderzahlungen prüfen




Sonderzahlungen, die beim Leasing häufig zum Einsatz gelangen, reduzieren die monatliche Belastung. Anders als Sondertilgungen bei einem Kredit sind Leasing-Sonderzahlungen jedoch nur zu Vertragsbeginn möglich. Mitunter liegen sie im Interesse des Leasingnehmers, teilweise werden sie auch von der finanzierenden Leasinggesellschaft zur Auflage gemacht. Bei einer Autofinanzierung wird häufig der Gebrauchtwagen Zug um Zug mit der Neuwagenfinanzierung an den Händler verkauft. Der Erlös kann bei einer Finanzierung über einen Ratenkredit als Eigenkapital eingesetzt werden oder bei Abschluss eines Leasingvertrages für den Neuwagen als Sonderzahlung eingebracht werden. In beiden Fällen sinkt der zu finanzierende Betrag; im Gegensatz zu einer reinen Fremdfinanzierung, wie sie in der Praxis häufig bei einer Baufinanzierung ohneEigenkapital anzutreffen ist, handelt es sich in beiden Fällen um eine Mischfinanzierung.
Nicht unproblematisch wird es jedoch, wenn eine Sonderzahlung zur Senkung des Risikos von Seiten der Leasinggesellschaft gefordert wird, der entsprechende Betrag jedoch nicht vom Kunden aus eigenen Mitteln aufgebracht werden kann, sondern fremdfinanziert werden muss. Dies kann durch Inanspruchnahme des in der Regel teuren Dispositionskredites oder durch einen gesonderten Kredit erfolgen.
In beiden Fällen ist offensichtlich, dass die Tragfähigkeit der Finanzierung sehr knapp kalkuliert ist. Die niedrige monatliche Belastung aus dem Leasingvertrag wird durch die Kreditraten bzw. die Zinsbelastung auf dem Girokonto in aller Regel überkompensiert, so dass sich diese Art der Mischfinanzierung grundsätzlich nur in Ausnahmefällen anbietet, etwa weil die Nutzung des Fahrzeugs oberste Priorität hat und günstigere Finanzierungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind.

Montag, 4. Februar 2013

Finanzierung prüfen

Wenn ein Betrieb sich zu teuer finanziert, lässt sich dies beispielsweise durch die Durchführung eines Konditionsvergleichs feststellen. Hierbei werden gleiche Formen der Finanzierung in Bezug auf Art des Kredits und Laufzeit sowie unter Maßgabe der vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Kreditsicherheiten am jeweils relevanten Markt miteinander verglichen, um sodann feststellen zu können, inwieweit es die Möglichkeit gibt, einen Kredit gegebenenfalls zu günstigeren Bedingungen zu erhalten. Dies ist ein Beispiel für das Dienstleistungsangebot einer bankenunabhängigen Unternehmensberatung mit der notwendigen Expertise und der entsprechenden Marktkenntnis. Darüber hinaus stellt sich im Rahmen der konkreten Unternehmensfinanzierung oftmals die Frage, inwieweit die Finanzierungsstruktur als angemessen zu bezeichnen ist bzw. in welcher Hinsicht Stellschrauben zur Optimierung bestehen und genutzt werden können.

Insbesondere ist häufig festzustellen, dass ein Betrieb über ein zu hohes Maß an in Anspruch genommenem kurzfristigem Fremdkapital verfügt. Hierfür werden in der Praxis die Weichen in negativer Hinsicht gestellt, indem Investitionen zur Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs über die betriebliche Betriebsmittelkreditlinie zunächst vorfinanziert werden, eine nachhaltige Stabilisierung der Finanzlage durch eine fristenkongruente Finanzierung des Anlagevermögens jedoch im Folgenden unterbleibt. Diese Praxis stößt bei einer Ausweitung des Geschäftsvolumens mit entsprechendem Bedarf an Betriebsmitteln an ihre Grenzen, sofern kontinuierliche Inanspruchnahmen des Kontokorrentkredits verbunden mit der Inanspruchnahme von Überziehungen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Betriebes infrage stellen bzw. aus Sicht der finanzierenden Kreditinstitute fraglich erscheinen lassen. Die Verlängerung der Kreditlinie als Anschlussfinanzierung ist, anders als bei einer ordnungsgemäß bedienten privaten Baufinanzierung, in diesen Fällen kein Selbstläufer.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Zinslose Finanzierungen

Eine zinslose Finanzierung ist ein überaus seltenes Phänomen bei näherer Betrachtung. Kredite werden bisweilen mit einer Null-Prozent-Finanzierung angeboten im Rahmen eines standardisierten Finanzierungspakets. Bei derartigen Sonderaktionen, die meist für bestimmte Artikel aus dem Bereich der langlebigen Konsumgüter angeboten werden, ist zunächst darauf zu achten, ob für die entsprechende Finanzierung zwar keine Zinsen zu zahlen sind, dennoch aber eine Bearbeitungsgebühr fällig wird. Ist dies der Fall, handelt es sich bei näherer Betrachtung eben nicht um einen zinslosen Kredit.

Sollte der Händler oder Verkäufer im Rahmen einer Rabattaktion tatsächlich ein Sonderangebot offerieren, das keine Zinsen beinhaltet, kann es für den Kunden lohnenswert sein, nach dem Preis für eine Barzahlung zu fragen. Hier können Rabatte auszuhandeln sein, so dass auch mit einem günstigen Ratenkredit bei einer geringeren Finanzierungssumme im Ergebnis eine billigere Finanzierung darstellbar ist. Dieses Prinzip wird in der Praxis oftmals bei einer Autofinanzierung angewandt, nicht jedoch im Zusammenhang mit Immobilien bzw. einer Baufinanzierung.

Rein gar nicht zu den zinslosen Krediten, sondern vielmehr zu den teuersten Krediten zählen sogenannte Lieferantenkredite, die ein Unternehmen von seinen Kreditoren erhält. Hierbei wird dem Abnehmer ein Zahlungsziel eingeräumt. Viele Unternehmen wären überrascht, wenn sie sich, beispielsweise unter Konsultation einer in Fragen der Unternehmensfinanzierung versierten Unternehmensberatung, über die Konditionen im Klaren wären, die für die Inanspruchnahme dieser Kredite effektiv in Rechnung gestellt werden.

Freitag, 26. Oktober 2012

Günstige Autokredite

Eine Finanzierung eines neuen Autos kann auf viele Arten und Weisen erfolgen. Im Zweifel macht es Sinn, die günstigste Variante zu wählen. Wenn man Glück hat, kommt man in den Genuss, ein Sonderangebot zu bekommen. Entweder gibt es auf den Listenpreis des Fahrzeugs einen Rabatt oder man erhält besonders gute Konditionen für die Finanzierung. Wenn man einen Sonderzinssatz angeboten bekommt, macht es dennoch Sinn, eine zweite Meinung bzw. ein zweites Angebot einzuholen. Man kann die Bank, bei der man sein kostenloses Girokonto führt, fragen, ob sie auch günstige Kredite anbietet und zu den angebotenen Konditionen einsteigen möchte. Die Alternative ist, einen unabhängigen Finanzdienstleister, der mit vielen Banken zusammenarbeitet, mit der Suche nach einem noch günstigeren Angebot zu beauftragen. Die Suche ist nicht selten von Erfolg gekrönt.


Man sollte jedoch sinnvoll sparen. Eine niedrige monatliche Belastung bedeutet nicht unbedingt, dass die Finanzierung insgesamt preiswert und günstig ist. Es kommt auch darauf an, dass keine Versicherungen in dem Finanzierungspaket enthalten sind, die man nicht benötigt oder die im Vergleich zu anderen Anbietern teuer sind. Auch sollte man darauf achten, dass gegen Ende der Finanzierung keine bösen Überraschungen lauern. Dies kann beim Leasing passieren, wenn der Kunde bemerkt, dass er eine Garantie für den Restwert des Fahrzeugs abgegeben hat, die höher ist als der Verkaufserlös.

Sofern man ein Angebot ohne Haken und Ösen gefunden hat, das gute Konditionen und eine niedrige monatliche Belastung für sein Wunschfahrzeug bietet, kann man sich überlegen, was man mit der Ersparnis im Vergleich zu einer teuren Finanzierung anfängt. Beispielsweise kann man einen guten Fonds ansparen, um parallel zur laufenden günstigen Autofinanzierung flexibel Kapital für die Zukunft aufzubauen.

Freitag, 14. September 2012

Eilige Kredite

Kredite, die eilig für den Kunden sind, bedeuten meist nichts Gutes. Zumindest ist in der Mehrheit der Fälle davon auszugehen, dass die Sorgfalt dahingehend leidet, den Geldbedarf mit einer möglichst günstigen Finanzierung zu decken. Bei Bagatellbeträgen für Impulskäufe mag es egal sein. Hierfür steht auch der in der Regel auf dem Gehaltskonto bestehende und meist unbegrenzt, d.h., zeitlich unbefristet zur Verfügung stehende Dispositionskredit als Option offen, die man in diesen Fällen nutzen kann, ohne schlaflose Nächte zu riskieren, weil man zu teuer eingekauft hat, in diesem Fall das Geld. Wenn der spontane Geldbedarf allerdings nicht mehr eine Bagatellgröße umfasst, sollte man sich zu einem unabhängigen Finanzdienstleister begeben, der in allen Varianten rund um die Finanzierung versiert ist und mit zahlreichen Banken zusammenarbeitet, um auf diesem Wege einen möglichst günstigen und flexiblen Ratenkredit zu bekommen, der die akuten Wünsche kostengünstig abdecken kann.


Verheerend ist es bei einer größeren Geldmange, die benötigt wird, beispielsweise einer terminlichen Anschlussfinanzierung, die dann abzuschließen ist, wenn die bisherige Zinsbindungsfrist einer Baufinanzierung ausgelaufen ist und entsprechend eine Verlängerung zu vereinbaren ist. Man sollte bedenken, dass Eilkredite tendenziell für uninformierte Kunden konzipiert sind, die das Procedere, wie ein Kredit gewährt wird, noch nicht verinnerlicht haben. Auch aus Gründen der Bequemlichkeit ist es sehr häufig von Vorteil, abgesehen von der Möglichkeit, kostenlos Zeit, Wege, Nerven und Zinsen zu sparen, dass man sich an einen unabhängigen Finanzdienstleister wendet, der mit zahlreichen Banken zusammenarbeitet, auch mit solchen, die beispielsweise eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital nicht grundsätzlich ausschließen.

Mittwoch, 12. September 2012

Flexibilität bei Finanzierungen

Wenn man bei einer Finanzierung Freiheiten bei der Tilgung genießt, ist dies grundsätzlich von Vorteil. Meist hat diese Freiheit jedoch auch einen Haken. Am Augenfälligsten wird dies beim Dispositionskredit auf dem privaten Gehaltskonto. Dem Vorteil der Flexibilität hinsichtlich der Inanspruchnahme und Rückführung ohne die Einhaltung von Kündigungsfristen steht der Nachteil gegenüber, dass man hierbei in der Regel eine überaus teure Form der Finanzierung wählt. Der Sollzinssatz, der für die Inanspruchnahme berechnet wird, übersteigt denjenigen, den man für andere Kreditarten berappen müsste, meist deutlich. Diese Unterschiede hinsichtlich der Konditionen für täglich rückzahlbare Kredite und mittelfristig angelegte Finanzierungen gelten auch im betrieblichen Bereich. Unternehmen, die eine bankenunabhängige Unternehmensberatung aufsuchen in Fragen rund um die betriebliche Finanzierung werden nicht selten von entsprechenden Sparpotenzialen überrascht, die dadurch zu realisieren wären, dass man Bodensätze der Inanspruchnahme der betrieblichen Betriebsmittelkreditlinie auf dem Kontokorrentkonto in ein mittelfristiges Darlehen umschuldet.


Freiheiten anderer Art genießen Kreditnehmer im Rahmen einer privaten Immobilienfinanzierung. Die Tilgungsfreiheit zu Beginn der Baufinanzierung ist ein Charakteristikum einiger öffentlicher Programmdarlehen. Programmdarlehen, die von staatlichen oder halbstaatlichen Förderinstituten auf Antrag gewährt werden, stellen aus diesem Grund und darüber hinaus auch aufgrund ihrer überaus günstigen Zinssätze einen meist unverzichtbaren Bestandteil einer günstigen Finanzierung einer Immobilie dar. Die Zinsersparnis im Vergleich zu den Konditionen für konventionelle Darlehen von Banken und Sparkassen ist aufgrund der Zinssubvention, welche die Förderdarlehen so günstig machen, hoch. Die Tilgungsfreiheit zu Beginn der Finanzierung ist darüber hinaus eine spürbare Entlastung in der Anfangsphase.

Montag, 10. September 2012

Umschuldung oft überlegenswert

Wenn man einen Kredit beantragen möchte, aber bereits laufende finanzielle Verpflichtungen bei eben dieser oder einer anderen Bank hat, ergibt sich bisweilen die Überlegung, die bereits bestehenden Ratenvereinbarungen abzulösen und mit dem neuen Kredit zusammenzufassen. Das Ergebnis durch diese Maßnahme ist, dass man lediglich eine Ratenvereinbarung übrig behält und dementsprechend nur eine monatliche Kreditrate zu bedienen hat. Hierbei ist zunächst darauf zu achten, dass durch die Ablösung der bisherigen Kredite oder Teilzahlungsvereinbarungen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Dies ist in den zugrunde liegenden Verträgen geregelt. Im Zweifel sollte man dies jedoch von unabhängiger Seite, insbesondere einen qualifizierten unabhängigen Finanzdienstleister, überprüfen lassen, bevor man zur Tat schreitet und im Zuge der Abwicklung des geplanten Vorhabens böse Überraschungen in Form von höher als veranschlagt ausfallenden Ablösebeträgen erlebt. Auch ohne die Berechnung von Zusatzkosten, zu denen auch Vorfälligkeitsentschädigungen oder Aufhebungsentgelte zu rechnen sind, lohnt eine solche Umschuldung vornehmlich nur dann, wenn der Sollzinssatz nach der Maßnahme geringer ist als zuvor. Hierbei gilt es, den Effektivzins zur Beurteilung heranzuziehen, nicht den im Kreditvertrag angegebenen Nominalzinssatz. Der Unterschied ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn bei den abzulösenden Krediten seinerzeit bei Valutierung eine Bearbeitungsgebühr vereinnahmt und berechnet wurde. Diese ist zwar im Effektivzins enthalten, so dass es sich nicht um zusätzliche Kosten handelt wie beispielsweise bei der Berechnung von Bereitstellungszinsen, wie sie mitunter bei einer Baufinanzierung in Rechnung gestellt werden. Allerdings werden Bearbeitungsgebühren bei einem Ratenkredit, welcher vorzeitig abgelöst werden soll, grundsätzlich auch nicht erstattet.

Donnerstag, 6. September 2012

Interessante Förderung

Bausparen stellt hierzulande traditionell ein staatlich gefördertes Instrument auf dem Weg zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums dar. Aktuell bestehen drei Förderinstrumente, die auch zusammen bzw. gleichzeitig in Anspruch genommen werden können, mit denen das Bausparen zusätzlich zu seinen ohnehin bestehenden Vorzügen wie zinsgünstige Kredite in Form eines Bauspardarlehens noch attraktiver gestaltet werden kann.


Einerseits besteht die Möglichkeit, durch die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen (VL) in einem Bausparvertrag im Rahmen geltender Einkommensgrenzen die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten. Zum Zweiten wird, ebenfalls unter Berücksichtigung von Einkommensgrenzen und unter der Maßgabe einer wohnwirtschaftlichen Verwendung, die staatliche Wohnungsbauprämie gewährt. Zum Dritten kann auch Riester genutzt werden: Es sind diverse Bauspartarife entsprechend den Bestimmungen des Eigenheimrentengesetzes zertifiziert worden. Entsprechend kann die private Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung durch Abschluss eines speziellen Darlehens, das landläufig als Wohn-Riester bekannt ist, deutlich günstiger durch die staatliche Förderung in Form von Altersvorsorgezulagen und Sonderausgabenabzug gestaltet werden.

Freitag, 24. August 2012

Carport als wohnwirtschaftliche Verwendung

Um das Familienauto besser vor Wind und Witterung zu schützen, ist ein Carport eine gute Lösung. Wenn man handwerklich besonders begabt ist, kann man sich in den Baumarkt seines Vertrauens begeben und selbstständig für die Herstellung Sorge tragen. Im Erfolgsfalle führt dies zu der vermutlich kostengünstigsten Lösung. Andernfalls gilt es, entsprechende Dienstleistungen von externen Fachleuten in Anspruch zu nehmen. Je nach Kaufpreis kommen verschiedene Varianten zur Bezahlung in Betracht. Grundsätzlich gilt, dass mit steigenden Anschaffungskosten eine Barzahlung aus eigenen Mitteln, indem beispielsweise das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto geplündert wird, zunehmend unwahrscheinlicher wird bzw. nicht mehr ohne Weiteres aus der Portokasse zu bewerkstelligen ist. Vielmehr bedarf es dann einer teilweisen Finanzierung durch einen Kredit. Wenn die Pläne für die Anschaffung eines Carports allerdings im Zuge eines Hausbaus oder der Anschaffung einer Immobilie konkrete Gestalt angenommen haben, bietet es sich an, die entsprechenden Kosten von vorn herein in der gesamten Baufinanzierung zu berücksichtigen, also in das Finanzierungsvolumen zu integrieren. Eine interessante Alternative besteht unter Umständen darin, einen bestehenden kleineren Bausparvertrag, etwa aus der Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen, für den Carport zu verwenden. Dies stellt nämlich eine wohnwirtschaftliche Verwendung im Sinne des Wohnungsbauprämiengesetzes dar. Wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden, berechtigt die Verwendung des mittels Bausparen angesammelten Guthabens für einen Carport zum Erhalt der staatlichen Förderung in Form der Wohnungsbau-Prämie.

Montag, 13. August 2012

Zinslose Kredite

Zinslose Kredite stellen sich bei näherer Betrachtung nur selten als tatsächlich zinslos dar. Dies beruht auf dem Umstand, dass im kaufmännischen Geschäftsverkehr selten jemand etwas zu verschenken hat. Darauf liefe ein zinsloser Kredit im wirtschaftlichen Ergebnis hinaus. Eine andere Frage ist indessen, inwieweit Zinsen im Rahmen eines Kredites offen ausgewiesen werden. Im Rahmen der Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen sind Zahlungsziele, die dem Abnehmer gewährt werden, nicht unüblich. Ob es sich bei einem eingeräumten Zahlungsziel, einem Lieferantenkredit, um eine günstige Finanzierung handelt, muss im Einzelfall ermittelt werden. Nicht selten errechnen sich jedoch Finanzierungskonditionen, welche die üblicherweise von Banken verlangten Zinssätze um mehrere Prozentpunkte übersteigen. Das Unternehmen sollte sich, sofern die Situation des Betriebes darauf hinausläuft, dass die Inanspruchnahme der betrieblichen Kreditlinie im Einzelfall bereits die günstigste Form der Unternehmensfinanzierung darstellt, von einer versierten Unternehmensberatung unterstützen lassen.


Die Problematik, dass Finanzierungskosten für die Inanspruchnahme von Fremdkapital nicht offen ausgewiesen und somit vergleichsweise intransparent sind, betrifft neben Lieferantenkrediten auch Leasing. Hier mangelt es auch an der Angabe des Effektiven Jahreszinses als Vergleichsgrundlage zu einem Kredit. Daraus folgt nicht, dass keine Zinsen berechnet werden. Faktisch verdienen sogar zwei Unternehmen an der Finanzierung, nämlich zum Einen die Leasinggesellschaft, zum Anderen die refinanzierende Bank.

Freitag, 3. August 2012

Eigenkapital als Finanzierungskomponente

Das Eigenkapital eines Unternehmens setzt sich zusammen aus dem bilanziellen Eigenkapital (Stammkapital, Rücklagen, Bilanzgewinn) und bilanziell nicht ersichtlicher (stiller) Reserven. Theoretisch stellt das Eigenkapital den rein rechnerisch den Gesellschaftern zustehenden Anteil am Liquidationserlös des Unternehmens dar. Das Eigenkapital hat eine wichtige Funktion als zur Verfügung stehende Haftungsmasse gegenüber Dritten sowie für das Unternehmen selbst als möglicher Verlustpuffer.


Die Eigenkapitalquote als Relation von Eigenkapital zu Gesamtkapitel hat, insbesondere im branchenvergleich, eine hervorgehobene Bedeutung im Rahmen der Unternehmensanalyse und entsprechende Auswirkungen auf das Rating eines Unternehmens. Eine Thesaurierung erwirtschafteter Gewinne erhöht das Eigenkapital ebenso wie Einlagen der Gesellschafter; Verluste und Ausschüttungen zehren das Eigenkapital auf.

Der Begriff Eigenkapital hat auch für Privatkunden im Zusammenhang mit Finanzierungen an Bedeutung gewonnen, seitdem eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus in vielen Fällen eine mietähnliche Belastung mit sich bringt.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Absicherung von Haus und Finanzierung

Ein Haus muss versichert sein. Vorgeschrieben ist eine Feuerversicherung. Vernünftige Menschen erweitern diesen Schutz, indem sie alle anderen potenziellen Risiken größeren Ausmaßes durch eine verbundene Wohngebäudeversicherung. Auch für die Finanzierung des Hauses sollte man eine Versicherung in Betracht ziehen, nämlich eine Risiko-Lebensversicherung. Dies ist umso sinnvoller, je weniger mögliche Hinterbliebene im Falle eines Todesfalls in der Lage wären, die Immobilienfinanzierung aus dem restlich verfügbaren Einkommen störungsfrei weiter zu bedienen. Ist das entsprechende Risiko versichert, so unwahrscheinlich es auch sein mag, wird ausgeschlossen, dass im Falle eines Falles (der Alleinverdiener oder Hauptverdiener stirbt) das Haus zwangsweise verwertet werden muss, häufig mit Verlusten. Dies wäre stets dann der Fall, wenn die Hinterbliebenen die Belastung durch die bestehenden Kredite nicht mehr finanziell stemmen könnten und ein Verkauf unter Zeitdruck oder eine Zwangsverwertung in die Wege geleitet werden müssten. Die Kosten für eine Risiko-Lebensversicherung sind überaus erschwinglich, weil nur das Todesfallrisiko abgedeckt wird. Anders als bei kapitalbildenden Versicherungen findet kein zusätzlicher Sparvorgang statt. Entsprechend sollte man keinen falschen Geiz walten lassen. Wäre man hingegen versucht, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und über den Abschluss einer Lebensversicherung gleichzeitig auch noch steuerlich begünstigt Vermögensaufbau zu betreiben, sähe die Sache angesichts einer ungleich höheren Versicherungsprämie anders aus. Abgesehen davon, sollte man Geldanlage und Risikoschutz ohnehin trennen, um suboptimale Lösungen zu vermeiden. Daumenregel: Ein selbstgeschnürtes Paket aus guter Rentenversicherung (hierzu zählen beispielsweise Fondspolicen, die nach dem UWP-Prinzip konzipiert sind) plus günstiger Risiko-Lebensversicherung bietet ein insgesamt besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als eine kapitalbildende Lebensversicherung als Kombiprodukt.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Restschuld berechnen

Bei dem Vergleich zwischen zwei oder mehreren Angeboten für eine langfristige Finanzierung, die nicht "in einem Rutsch" getilgt wird, weil die planmäßige Darlehenslaufzeit die vereinbarte Festzinsbindungsfrist übersteigt, bedarf es zu diesem späteren Zeitpunkt einer Anschlussfinanzierung. Die Restschuld, die dann zur Verlängerung (auch Prolongation genannt) ansteht, ergibt sich aus dem Tilgungsplan. Diesen erhält man üblicherweise bei Abschluss des Darlehensvertrages ausgehändigt, ansonsten sollte man danach fragen. Sehr gut lässt sich über die Restschuld vergleichen, welches Angebot das günstigere ist. Es ist nämlich so, dass eigentlich der Effektivzins reichen müsste, um ein günstiges von einem weniger günstigen Angebot für einen Kredit jeglicher Form unterscheiden zu können. Allerdings gibt es unter Umständen Kostenbestandteile, die nicht in die Berechnung des Effektivzinses eingehen. Hierunter fallen beispielsweise Versicherungen, die für die Absicherung von Hinterbliebenen im Todesfall des Alleinverdieners abgeschlossen werden, es sei denn, sie werden von der Bank als Auflage für die Bewilligung der Finanzierung gemacht, was in der Praxis allerdings vergleichsweise selten ist.

Montag, 21. März 2011

Verschenktes Geld

Wofür braucht man eigentlich einen Dispo? Nur als finanziellen Puffer für den Ausnahmefall. Denn: Er ist teuer, sehr teuer sogar im Vergleich zu einem Ratenkredit. Ein Dispo wird meist durch das kontoführende Kreditinstitut formlos eingeräumt, wenn regelmäßige Einkünfte in einer gewissen Mindesthöhe auf dem Girokonto zu verzeichnen sind. Der Kunde muss neben einer ohnehin ausreichenden Bonität, die im Rahmen der Kontoeröffnung durch die zur Verfügung gestellten Unterlagen wie Selbstauskunft, Verdienstbescheinigungen und Einholung einer Schufa-Auskunft geprüft wird, zusätzlich den Nachweis erbringen, dass er sein Girokonto beanstandungsfrei führt. Grundsätzlich beträgt ein Dispositionskredit in etwa das Drei- bis Fünffache des monatlichen Nettoeinkommens, das als regelmäßiger Eingang auf dem Girokonto zu verzeichnen ist. Allerdings werden bestehende Kredite auf den Verschuldungsgrad des Kunden in der Regel teilweise oder vollständig angerechnet. Das Dispositionslimit auf dem Gehaltskonto wird also entsprechend reduziert. Was die Verwendung des Dispos angeht, so sollte diese, wie bereits angedeutet, nur in Notfällen erfolgen. Durch die Bequemlichkeit, sich nicht um eine günstigere Möglichkeit zur Finanzierung zu kümmern, verschenkt man ansonsten bares Geld.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Günstigere Zinssätze in Anspruch nehmen

Eine Reduzierung der Zinsbelastung lässt sich häufig dadurch erreichen, dass ein Ratenkredit abgelöst und durch eine andere Bank umgeschuldet wird. Sofern hiermit keine Verlängerung der ursprünglichen Kreditlaufzeit verbunden ist, die auf eine verminderte Tilgungsfähigkeit des Kunden schließen lassen könnte, ist an einer solchen Maßnahme nichts Ehrenrühriges. Vielmehr sind zum Teil nicht unerhebliche Reduzierungen der monatlichen Belastung darstellbar, selbst wenn das abzulösende Kreditinstitut eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt.
Auch bei einer Immobilienfinanzierung bzw. Baufinanzierung verbirgt sich oftmals ein erhebliches Sparpotenzial hinsichtlich der Finanzierungskosten. Dieses sollte bei jeder anstehenden Prolongation nach Auslaufen der getroffenen Festzinsvereinbarung durch einen umfassenden Konditionsvergleich ermittelt und realisiert werden. Gute Anlaufstellen sind unabhängige Finanzberater, die mit zahlreichen Kreditinstituten zusammenarbeiten.

Montag, 21. Februar 2011

Wie man Riester für die Immobilienfinanzierung nutzen kann

Die Ablösung einer Finanzierung für selbstgenutztes Wohneigentum durch das angesparte Vermögen auf einem Riester-Vertrag ist möglich, ohne dass dies die erhaltene Förderung gefährden würde. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass die eigenen vier Wände als staatlicherseits förderungswürdig gelten. Riester kann alternativ auch in Form des sog. Wohn-Riester die Immobilienfinanzierung integriert werden. Hierbei reduziert die staatliche Förderung die Restschuld der bestehenden Darlehen als Sondertilgungsleistungen. Bei Rentenversicherungen, Fondssparplänen und Banksparplänen, die nach den Bestimmungen der staatlich geförderten Altersvorsorge zertifiziert sind, kann das angesparte Kapital inklusive der geflossenen Altersvorsorgezulagen stattdessen als Einmalentnahme für den Kauf oder den Bau einer selbstgenutzten Immobilie verwendet werden, oder eben zur Ablösung einer restlich bestehenden Baufinanzierung.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Konditionsvergleich für Baugeld

Für günstiges Baugeld muss man zunächst nicht viel mehr tun, als einen umfassenden Vergleich der Anbieter vorzunehmen. Ein Baufinanzierungsrechner hilft ungemein bei der Fragestellung, wie viel Haus oder Eigentumswohnung man sich leisten kann. Ausgehend von der sich ergebenden monatlichen Belastung ergibt sich hierbei in Abhängigkeit von den Konditionen der maximal zu finanzierende Betrag, der für das Eigenheim benötigt wird. Inwieweit staatliche Fördergelder die gesamte Baufinanzierung noch zusätzlich verbilligen können, sollte stets geprüft werden.

Montag, 14. Februar 2011

Bausparen im Rahmen einer Finanzierung

Der Grundgedanke beim Bausparen besteht darin, dass viele Eigenheimbesitzer in spe kollektiv und zielgerichtet sparen, um letztlich allen Beteiligten eine günstige und planbare Finanzierung zu ermöglichen.
Das Bauspardarlehen, das von den Bausparkassen gewährt wird, weist mehrere Vorzüge auf. Die Konditionen des Darlehens stehen grundsätzlich bereits bei Abschluss des Bausparvertrages fest. Es handelt sich um Festzinsdarlehen, die mit einem niedrigen Zinssatz ausgestattet sind. Die Konditionen eines Bauspardarlehens halten auch in Phasen eines allgemein niedrigen Zinsniveaus einem Vergleich mit den Kreditkonditionen von Banken und Sparkassen statt, die im Realkreditgeschäft angeboten werden.
Der Bausparer sichert sich das niedrige Zinsniveau und damit günstiges Baugeld für die gesamte Tilgungsdauer des Bauspardarlehens. Dies führt dazu, dass Bausparen gewissermaßen als eine Versicherung gegen steigende Zinsen angesehen werden kann. Ein Bausparvertrag stellt somit eine solide Grundlage und einen zinsgünstigen Bestandteil einer Baufinanzierung dar. Da der Bausparer einen Rechtsanspruch auf das Bauspardarlehen hat, wenn sein Bausparvertrag zuteilungsreif ist, entfällt auch insoweit das Risiko, dass es bei der Bewilligung der Finanzierung zu Problemen kommen könnte.