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Mittwoch, 29. Juni 2011

Variable Zinsen

Variable Zinsen haben bei einem Kredit und bei der Geldanlage Vor- und Nachteile. Bei der Geldanlage hängt es davon ab, ob man von steigenden Zinsen profitiert. Dies ist in der Regel bei Tagesgeldkonten und bei Geldmarktfonds (Fonds ohne Ausgabeaufschlag, die überwiegend in sehr kurzfristige Anleihen investieren) der Fall. Bei Sparbriefen und Termingeldern sind beide Seiten, Anleger und Kreditinstitut, an den vereinbarten Zinssatz gebunden. Das gleiche gilt bei Krediten und Darlehen, bei denen eine Festzinsvereinbarung getroffen wird. Bei einer privaten Baufinanzierung ist dies üblich. Dies liegt vorwiegend im Interesse des Darlehensnehmers, um sich vor steigenden Zinsen und damit einer höheren monatlichen Belastung zu schützen. Allerdings sind auch variable Zinsvereinbarungen möglich. In diesem Fall sind Zinsanpassungen seitens der Bank möglich, wenn sich die Zinsen insgesamt nach oben oder unten bewegen. Vor der Aufnahme einer größeren Finanzierung sollte man sich eingehend über die verschiedenen Formen der Zinsvereinbarungsmöglichkeiten informieren.

Montag, 11. April 2011

Gewinner der Zinserhöhung

Die Zinserhöhung vom vergangenen Donnerstag könnte mittelfristig dazu führen, dass Kredite teurer werden, insbesondere kurzfristige. Auch wer variabel verzinsliche Darlehen für seine Baufinanzierung aufgenommen hat, sollte seine Handlungsoptionen prüfen. Gewinner in einem Zyklus steigender Zinsen sind hingegen Anleger, die ihre Gelder auf variabel verzinslichen Geldparkplätzen geparkt haben, zum Beispiel auf Geldmarktfonds. Ein Geldmarktfonds ist eine weit verbreitete Form des Investmentfonds. Wie alle Investmentfonds sind Geldmarktfonds dadurch gekennzeichnet, dass sie das Kapital verschiedener, in der Regel sehr vieler Anleger aufnehmen und entsprechend den Statuten und Verkaufsprospekten in verschiedene Wertpapiere investieren. Die Anteilseigner erwerben gemeinschaftliches Bruchteilseigentum an den Vermögensgegenständen. In Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Geldmarktfonds unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie sind als Sondervermögen konzipiert, fallen entsprechend im Falle der Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht in die Insolvenzmasse. Die Vermögenswerte der Anleger sind mithin vor dem Zugriff Dritter geschützt. Die Verwahrung der Vermögenswerte erfolgt bei einer von der Kapitalanlagegesellschaft unabhängigen Depotbank, die auch die Käufe und Verkäufe von Wertpapieren ausführt und die Übereinstimmung der Transaktionen mit den Regularien entsprechend den Statuten des Investmentfonds überwacht. Geldmarktfonds investieren – quasi als Termingeldersatz – vornehmlich in Tages- und Termingelder sowie Anleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit von in der Regel maximal einem Jahr. Sie ermöglichen den Anlegern also im Ergebnis eine Teilhabe am variablen kurzfristigen Interbankenzinsniveau. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, handelt es sich bei Geldmarktfonds um Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Geldmarktfonds oder Tagesgeld?

Aktuell lässt sich mit einem Tagesgeld eine nennenswerte Verzinsung in aller Regel nur durch die Mitnahme von meist befristeten Lockvogel-Angeboten erzielen. Wer den Markt nicht permanent beobachten will und gegebenenfalls mit seinem Sparstrumpf nicht permanent umziehen will, für den sind Geldmarktfonds eine Alternative. Insbesondere haben diese Fonds den Vorzug, dass ihr Ertrag grundsätzlich im Zuge von Zinserhöhungen ansteigt, da sie auf das kurzfristige Zinsniveau reagieren.