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Montag, 11. Juli 2011
Steigen die Zinsen weiter?
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Zinsen in diesem Jahr noch weiter steigen. Nach dem erwarteten Zinsschritt der EZB hat sich das Zinsniveau im kurzfristigen Bereich weiter von den historischen Tiefstständen entfernt, ist aber im langjährigen Vergleich immer noch als sehr niedrig zu bezeichnen. Dasselbe gilt auch für die Zinsen im längerfristigen Bereich, insbesondere für Baugeld. Auch hier sind die Zeiten des absoluten Tieftststands wohl vorbei. Wenn man aber über einen längeren Zeitraum zurückblickt, wird man eindeutig feststellen, dass die Konditionen für Darlehen, die man für eine private Baufinanzierung aufnimmt, weiterhin als sehr günstig zu bezeichnen sind. Auch wenn die EZB dieses Jahr die Zinsen noch einmal anheben sollte, wird sich hieran auch so schnell nichts ändern. Da die Höhe des Zinssatzes einen recht erheblichen Einfluss auf die monatliche Belastung bei einer Hausfinanzierung hat, sollte man generell einen ausführlichen Vergleich mehrerer Anbieter vornehmen. Auch bei guten und günstigen Zinssätzen macht ein etwas besseres Angebot im Ergebnis eine deutliche Ersparnis über die gesamte Laufzeit der Finanzierung aus.
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Montag, 11. April 2011
Gewinner der Zinserhöhung
Die Zinserhöhung vom vergangenen Donnerstag könnte mittelfristig dazu führen, dass Kredite teurer werden, insbesondere kurzfristige. Auch wer variabel verzinsliche Darlehen für seine Baufinanzierung aufgenommen hat, sollte seine Handlungsoptionen prüfen. Gewinner in einem Zyklus steigender Zinsen sind hingegen Anleger, die ihre Gelder auf variabel verzinslichen Geldparkplätzen geparkt haben, zum Beispiel auf Geldmarktfonds. Ein Geldmarktfonds ist eine weit verbreitete Form des Investmentfonds. Wie alle Investmentfonds sind Geldmarktfonds dadurch gekennzeichnet, dass sie das Kapital verschiedener, in der Regel sehr vieler Anleger aufnehmen und entsprechend den Statuten und Verkaufsprospekten in verschiedene Wertpapiere investieren. Die Anteilseigner erwerben gemeinschaftliches Bruchteilseigentum an den Vermögensgegenständen. In Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Geldmarktfonds unterliegen der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie sind als Sondervermögen konzipiert, fallen entsprechend im Falle der Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht in die Insolvenzmasse. Die Vermögenswerte der Anleger sind mithin vor dem Zugriff Dritter geschützt. Die Verwahrung der Vermögenswerte erfolgt bei einer von der Kapitalanlagegesellschaft unabhängigen Depotbank, die auch die Käufe und Verkäufe von Wertpapieren ausführt und die Übereinstimmung der Transaktionen mit den Regularien entsprechend den Statuten des Investmentfonds überwacht. Geldmarktfonds investieren – quasi als Termingeldersatz – vornehmlich in Tages- und Termingelder sowie Anleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit von in der Regel maximal einem Jahr. Sie ermöglichen den Anlegern also im Ergebnis eine Teilhabe am variablen kurzfristigen Interbankenzinsniveau. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, handelt es sich bei Geldmarktfonds um Fonds ohne Ausgabeaufschlag.
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